Relativ spontan haben wir uns heute entschieden, bereits nach der Kataeinheit die Heimreise anzutreten. Für mich gab es daher heute kein Training mehr. Das ist aber nicht so schlimm, da die letzte Einheit beim CZ-Gasshuku eigentlich immer Teamkata bedeutet. Das war nie so richtig mein Ding.
Auf der Heimheise haben wir kurz in Ústí halt gemacht und uns noch ein letztes Mal leckers tschechisches Essen gegönnt.
Das diesjährige CZ-Gasshuku war in doppelter Hinsicht kürzer als alle vorherigen. Zum einen sind wir später angereist und zum anderen haben wir uns tageweise bei der Kata-Einheit abgewechselt.
Trotzdem war es eine tolle Woche mit vielen kleinen neuen Impulsen.
Als Nächstes steht in zweieinhalb Wochen das DJKB-Gasshuku auf dem Programm.
Tag drei hielt wieder drei Trainingseinheite für mich bereit. Mit Kanku Sho bei Hirose Hikaru ging es los. Durch einige Kihonkombis und Partnerübungen wurde gut auf die Kata eingestimmt.
Teil zwei war mein Hightlight des Tages – Techniktraining bei Naka Shihan. Thema war unter anderem Soto- vs. Uchi-Uke. Letzterer würde oft als schwer anwendbar wahrgenommen, in den Shotokan-Katas hat er aber eine deutlich größere Bedeutung als der Soto-Uke. (Wenn ich mich nicht irre kommt letzterer nur in der Bassai Dai und der Unsu vor.) Man müsse also wohl davon ausgehen, das der Uchi-Uke den alten Meistern wichtiger erschien. Entsprechend gab es viele Übungen und interessante Details zum Uchi-Uke. Mein regelmäßiges Hauptargument für den Soto-Uke, dass er, wenn er hart ausgeführt wird, Block und Konter in einem ist, war erfreulicherweise auch Thema. Schlussendlich bin ich noch immer Team Soto-Uke 🙂 .
Die letzte Einheit bei Hakizume Kaishi führte mit diversen Vorübungen ganz allmählich an Unso heran und die geübten Kumitevariationen werden sicher Einzug ins Tameshiwari-Training finden.
Nach dem Training war Sayonara-Party. Sagen wir mal so – beim nächsten Mal gehen wir woanders essen und tauchen da einfach etwas später auf 😉 .
Morgen gibt es für mich noch eine letzte Trainingseinheit und dann ist das für uns etwas verkürzte CZ Gasshuku 2025 auch schon wieder Geschichte.
Uchi-Uke scheint schwieriger anzuwenden und schlechter zu funktionieren als Soto-Uke, kommt aber in den Katas deutlich häufiger vor -> war für die alten Meister wohl wichtiger
Hüfte ist beim Soto-Uke zwangsweise hanmi = langsamer Konter (ganzer Körper muss nach dem Block in die Gegenrichtung bewegt werden)
Hüfte beim Uchi-Uke nicht vollständig hanmi drehen = schneller Konter
Ausholbewegung als Vorblock = deutlich schneller
Vorblock und Block als eine Einheit begreifen
Intension des gegnerischen Angriffs erkennen und zeitgleich mit dem Block starten -> Vorblock irgendwann nicht mehr notwendig
gegnerische Intension durch zeitgleich Gegeninitiative stoppen
Block und Konter als eine Einheit begreifen -> Block irgendwann nicht mehr notwendig (Gegner mit dem Konter stoppen, bevor sein Angriff im Ziel ist)
Soto-Uke ist stärker und kann auch als Angriff fungieren
Hangetsu erste Bahn: zusammengehörende Techniken als Einheit betrachten (z.B. Uchi-Uke + Zuki) auf eine Zählzeit
Dritte Einheit bei Hakizume Kaishi
Übung (finale Version): 4x Mae-Geri 90° hinten absetzen mit Gyaku-Zuki
Kumite-Übungsvarianten
Druck bei Gohon-Kumite: Vor mit Block, Zurück mmit Angriff
Distanz bei Kihon-Ippon-Kumite: Angreifer und Verteidiger bewegen sich aufeinander zu (Angreifer initiiert)
Heute gab es für mich zwei Trainingseinheiten. Das Highlight des Tages und des diesjährigen CZ Gasshukus bisher war das Kumitetraining bei Hirose Hikaru – für mich selbst und auch für das Training im Dojo gab es hier diverse Impulse.
Der Tag war verregnet und damit kühl, was leider keinen Einfluss auf die Temperatur in der Halle hatte ;).
Ich muss selbstkritisch feststellen (nicht zum ersten Mal), dass ich von meiner Hochform weit entfernt bin. Da sich mein rechter Fuß aber so ganz langsam zu beruhigen beginnt heißt es bald wieder regelmäßig Joggen.
Morgen bin ich wieder mit der Kata-Einheit an der Reihe. Das bedeutet, dass es um 08:00 Uhr losgeht und 3 Einheiten auf dem Plan stehen.
Erste Einheit: Tekki und Kumite bei Okuma Koichiro
Tekki 1 bis 3 in KD auf der Stelle
Anwendung Tekki 2: Koshi-Kamae + Hiza-Geri + Empi bei Zuki-Angriff
Anwendung 1: Rausgehen und Arm aufnehmen (Koshi-Kamae) + Verdrehen und mit dem Unterarm auf dem Ellenbogen hebeln (Empi)
Anwendungen 2: Rausgehen, Faustinnenseite greifen und verdrehen (Öffnen) + Empi zum Kopf (offene Seite) + Wurf beim Absetzen des Hiza-Geri
Partnerübung Deai vs. Go-No-Sen
Angriff Zuki chudan
Abwehr mit Deai: Druck nach vorn (entgegengehen) Block mit Gedan-Barai (ggf. hart) und gleichzeitig Zuki
Abwehr mit Go-No-Sen: Gewicht nach hinten verlagern + Schritt nach vorn mit Oi-Komi
Zweite Einheit: Kumite bei Hirose Hikaru
erst aus Heiko-Dachi, dann in ZD (Hüfte und Kompression/Expansion):
Tate-Shuto-Uke + Ura-Zuki
Tate-Shuto-Uke + Tate-Zuki
Tate-Shuto-Uke + Choku-Zuki
Jodan-Kizami-Zuki in Heiko-Dachi + Chudan-Oi-Zuki in tiefem ZD (selber Arm, tief eintauchen)
aus Heiko-Dachi:
mit dem rechten Bein vor nach links in ZD mit Jodan-Oi-Zuki und schnell zurück in Heiko-Dachi
mit dem linken Bein vor nach rechts in ZD mit Jodan-Oi-Zuki und schnell zurück in Heiko-Dachi
mit dem linken Bein zurück nach rechts in ZD mit Jodan-Oi-Zuki und schnell zurück in Heiko-Dachi
mit dem linken Bein zurück nach links in ZD mit Jodan-Oi-Zuki und dann schnell zurück in Heiko-Dachi
Happo-Kumite (4 + 1)
Beine von Angreifer undVVerteidiger mmer wechselseitig, damit die Knie nicht kollidieren
bei Bedarf macht der Verteidiger Kiri-kaeshi
Variante 1
P2: Angriff Jodan-Kizami-Zuki, Verteidigung: Age-Uke (Masseverschiebung nach hinten) + Zuki (Masseverschiebung nach vorn)
P4: Angriff Jodan-Kizami-Zuki, Verteidigung: Age-Uke (Masseverschiebung nach hinten) + Zuki (Masseverschiebung nach vorn)
P1: Angriff Jodan-Kizami-Zuki, Verteidigung: Deai mit Age-Uke und Chudan-Zuki
P3: Angriff Jodan-Kizami-Zuki, Verteidigung: Deai mit Age-Uke und Chudan-Zuki
Variante 2:
P2: Angriff mit Suri-Ashi und Gyaku-Zuki, Verteidigung: Otoshi-Uke (Masseverschiebung nach hinten) + Zuki mit dem selben Arm (Masseverschiebung nach vorn)
P4: Angriff mit Suri-Ashi und Gyaku-Zuki, Verteidigung: Otoshi-Uke (Masseverschiebung nach hinten) + Zuki mit dem selben Arm (Masseverschiebung nach vorn)
P1: Angriff Jodan-Kizami-Zuki, Verteidigung: Gyaku-Nagashi-Uke mit der Wendung + Oi-Zuki
P3: Angriff Jodan-Kizami-Zuki, Verteidigung: Gyaku-Nagashi-Uke mit der Wendung + Oi-Zuki
Angriffskombi: vor mit Suri-Ashi und Gyaku-Zuki + hinteres Bein verkürzen mit Kizami-Zuki + vorderes Bein vorsetzen mit Gyaku-Zuki
Nach einer wirklich sehr kurzen Nacht begann das diesjährige CZ Gasshuku für mich um 08:00 Uhr mit der ersten Kataeinheit – Kanku Dai bei Hakizume Keishi.
Ich muss zugeben, dass ich von meiner Kondition zunächst etwas enttäuscht war. Allerdings meinten diverse Leute, dass es ihnen ähnlich gegangen wäre und die überfüllte Halle wohl wenig Sauerstoff hatte. Und tatsächlich sah es in der letzten Einheit beim selben Sensei mit etwa der Hälfte der Teilnehmer dann komplett anders aus. Es mag am Sauerstoff gelegen haben, aber vielleicht hab ich auch einfach nur etwas gebraucht, um auf Touren zu kommen.
Hakizume Keishi ist auf jeden Fall ein sehr guter Trainer mit einer herausragenden Technik. Das Training war anspruchsvoll und hat viel Spaß gemacht.
Zwischen den Einheiten gab es traditionell kalte Kofola und nach dem Training ging es dann lecker tschechisch Essen – Gullasch mit Ködeln. 😁
Da morgen Nicola die Kataeinheit mitmacht geht es bei mir erst um 10:30 Uhr los und es stehen auch nur 2 Trainingseinheiten auf dem Programm.
Mit zwei Tagen „Verspätung“ und einem mit 800 km deutlich längeren Anreiseweg als üblich sind wir nach der Hochzeit des Schwagers heute in Prachatice angekommen.
Auf dem „Campingparkplatz“ haben wir unser Lager aufgeschlagen und direkt Nicole und Norman entdeckt.
Jetzt gilt es schnell einzuschlafen denn morgen geht es um 08:00 Uhr mit der ersten Kataeinheit los.