15. März. 2025 13:29

Zweiter Dojoleiter-Tag des DJKB

Wie bereits im letzten Jahr fand auch in diesem Jahr wieder der Dojoleiter-Tag des DJKB statt – dieses Mal in Bonn.

Mit Kind und Kegel ging es am Freitag Nachmittag also mit dem Wohnmobil nach Bonn.

Nach der üblichen Begrüßungs“orgie“ ging es auch in diesem Jahr mit einem gemeinsamen Training bei Nationaltrainer Thomas Schulze los. Thema war dieses Mal der korrekte Einsatz der Hüfte bei Wendungen. Zunächst waren die Grundblöcke Age-, Soto-, Uchi-Uke und Gedan-Barai dran. Beginnend bei 45° bis hin zu 360° Wendungen. Weiter ging es dann mit Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki-Kombinationen – wieder von 45° bis 360°. Nachdem alle Bewegungen hinreichend oft geübt waren, haben wir die Kizami-Gyaku-Zuki-Übung in Vierergruppen im Hapo-Kumite-Stil geübt. Hier konnte ich endlich mal wieder so richtig powern :).

Die 1.5 Stunden waren definitiv gut investierte Trainingszeit. Sobald die Turniervorbereitung Ende dieser Woche vorüber ist werde ich einige der Übungen auf jeden Fall mal ins Training einbauen.

Nach dem Training begannen die Workshops. Ich habe mir „Mentales Training im Karate“ und „Vorschlag für neue Wettkampfdisziplinen in Kumite“ angeschaut.

Ersterer hat vor allem viele bereits bekannte Dinge mal wieder ins Gedächtnis gerufen und einige gute Impulse für das Training geliefert.

Beim zweiten ging es im Wesentlichen darum, die Leute etwas früher ans Kämpfen heran zu führen. Marcus Ruess beklagte, dass in vielen Dojos nicht mehr gekämpft wird und Jiyu-Ippon-Kumite teilweise falsch unterrichtet wird. Beides trifft auf unser Dojo nicht zu und ich befürworte definitiv, dass sowohl bei Turnieren, als auch in den Prüfungen deutlich eher mit Jiyu-Ippon-Kumite und Freikampf begonnen wird.

Was mir allerdings überhaupt nicht gefällt ist die Idee, die Pflicht eines Keri-Konters im Jiyu-Ippon-Kumite abzuschaffen, denn es bringt den Schülern bei, beim Rausgehen und Blocken den richtigen Abstand für einen anschließenden Tritt einzunehmen. Sensei Axel und ich sind uns in diesem Punkt absolut einig und ich werde demnächst einen Brief zu dem Thema an das Präsidium aufsetzen.

Am Abend ging es dann auf die „Godesburg“ – eine traumhafte Location für das abschließende Podium und ein hammermäßiges Abendbuffet. Beim Podium habe ich angesprochen, dass die Ausbildungsangebote des DJKB leider ausschließlich auf Bottrop beschränkt sind, was für die Mehrheit der Verbandsmitglieder sehr ungünstig ist. Früher gab es diverse Angebote in der ganzen Republik. Markus zeigte Verständnis, merkte aber an, dass der DJKB es personell schlicht nicht leisten kann, die umfangreichen Kurse mehrfach an unterschiedlichen Orten anzubieten und dass das Leistungszentrum in Bottrop auch organisatorisch für den Verband die bessere Wahl sein. Er hat aber angeboten, bei konkretem Bedarf einzelne Kurse gelegentlich auch in anderen Regionen Deutschlands durchzuführen.

Zusammenfassend hat es sich der DJKB-Dojoleitertag auch dieses Jahr wieder absolut gelohnt.

7. Mai. 2024 13:24

Was war? Was wird?

Fokus Karate

In der letzten Zeit ist vielleicht der Eindruck entstanden, dass mein Fokus sich vom Karate deutlich hin zum Iaido verschoben hat. Natürlich habe auch ich nur 24 Stunden pro Tag und wenn da eine neue Kampfkunst hinzu kommt, dann ist weniger Zeit für andere Dinge. Und tatsächlich stehe ich zwar meist 4x pro Woche als Trainer in der Halle, trainiere aber aktuell nur noch gut einmal pro Woche selbst Karate.

Das ändert aber nichts daran, dass Karate die deutlich höhere Priorität besitzt. Iaido ist eine tolle Ergänzung und erweitert den Horizont merklich. Meine erste Budo-Liebe ist und bleibt aber das Karate!

Persönliches Karatetraining

In den letzten Monaten bin ich häufig am Freitag nach Berlin gefahren und habe bei den Samurai Ryu bei Sensei Axel trainiert. Das ist aufwändig aber höchst effizient. Es vergeht kein Training, bei dem ich nicht etwas neues lerne, bei dem mir nicht Fehler bewusst werden, die sich eingeschlichen haben. Korrekturen durch den Sensei sind sooooo wichtig und hilfreich und leider finden sie nur noch selten statt. Ich glaube das bringt der dunkle Obi mit sich. Ich habe leider schon sehr oft erlebt, dass Danträger nicht korrigiert werden wollen und ich fürchte das hat dazu geführt, dass man als Schwarzgurt nur noch selten korrigiert wird. Zum Glück war das bei Sensei Axel nie der Fall und wird es hoffentlich auch niemals sein. Man hat das Gefühl, er sieht einfach alles – egal wo in der Halle er gerade steht ;).

Im Budo (und nur dort) strebe ich nach Perfektion. Etwas, dass ich als fehlbarer Mensch niemals erreichen werde. Ich bemühe mich aber, dieser näher zu kommen.

Erster Dojoleiter-Tag des DJKB

Am 20.04.2024 waren wir beim ersten Dojoleiter-Tag des DJKB in Viernheim. Neben einer Trainingseinheit beim Nationalcoach Thomas Schulze in der es intensiv um das Thema Hüfte und Masseverschiebung ging haben wir auch an drei Workshops teilgenommen:

  • Hinführung zum Randori für Kinder und Erwachsene (Markus Rues)
  • Mitgliederwerbung und Marketing (Dr. Pascal Senn)
  • Funktionelle Athletik für das Karate Training Übungskonzepte für Karateka aller Altersgruppen (Tobias Prüfert)

Ich habe den ersten und dritten Workshop besucht und viele interessante Dinge mitgenommen. Ich war noch nie ein Fan der komischen Handschützer, die beim Freikampf bei Turnieren inzwischen vorgeschrieben sind, weil sie meiner Meinung nach das Distanzgefühl stören. Allerdings kann man genau diese Effekt natürlich auch explizit für das Distanztraining nutzen, indem man auch bei den Grundschul-Kumiteformen hintereinander mit und ohne den Dingern trainieren lässt. Das werden wir ausprobieren.

Nach dem Training gab es dann noch eine schöne Feier anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des DJKB. In einem spannenden und hochinteressanten Vortrag über die Geschichte des Verbandes durch Bernd Hinschberger wurden für mich einige Dinge klarer – insbesondere bezüglich bestimmter Rivalitäten und Animositäten zwischen Mitgliedern des DKV und des DJKB. Hier ist mir mal wieder sehr klar geworden, dass ich MENSCHEN gegenüber loyal bin und Respekt habe, nicht aber Institutionen. Ich denke die Leute hinter dem DJKB machen einen sehr guten Job. Das ist anerkennenswert und verdient Respekt.

Für mein Karate ist aber in erster Linie eines wichtig: ein guter Trainer.

Auf der Seite des DJKB gibt es einen kurzen Bericht zum Dojoleiter-Tag mit vielen weiteren Photos.

Iaido-Training in Leipzig

Am 04.05.2024 waren wir in der Kampfkunstschule Karaitakan in Leizpig zum gemeinsamen Iaidotraining mit Teilnehmern aus Halle, Leipzig und Dresden. Das Dojo ist absolut urig! Das Gebäude hat schon bessere Tage gesehen aber innen hab ich mich sofort wohl gefühlt.

Trainiert wurden bei Vittorio Secco (4. Dan Italien) die Katas Mae und Ushiro. Und dankenswerterweise gab es sehr viele Korrekturen. Der Trainer hat sich tatsächlich jeden einzeln angeschaut und Feedback gegeben. Vielen Dank an dieser Stelle.

Kata-Spezial in Tauberbischofsheim

Morgen fahren wir zum „Schlatta“ Spezial nach Tauberbischofsheim und damit zum ersten Karate-Trainingslager in diesem Jahr.

Wie immer werde ich hier im Blog berichten.

Bis die Tage.
Oss!