Der heutige Tag war etwas stressig. Arbeiten, Training und dann noch die letzten Vorbereitungen für den morgigen Lehrgang mit Sensei Axel in Bannewitz.
Da mir aber zum ersten Wochenteilziel der Mai-Challenge noch 3 km Joggen fehlten und ich mir den Stress am Lehrgangswochenende nun wirklich nicht geben wollte, bin ich halt noch einmal los.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der März-150-Challenge habe ich, vor allem wegen der Japanreise, im April eine Pause eingelegt. Aber nun im Mai geht es wieder los, dieses Mal wird wöchentlich abgerechnet. Das ist der Tatsache geschuldet, dass in der nächsten Zeit viele Lehrgänge und Trainingslager anstehen und ich mich dabei nicht auf tägliche Leistungen committen möchte.
Leider starte ich in der ersten Woche direkt mit einem FAIL. Zu meiner Entschuldigung habe ich sie aber auch erst am 04.05. definiert 😉 .
Hier die Regeln der Challenge
Liegestütze: 600 pro Woche (wenn möglich 4 x 150)
Low Side Plank Leg (aka „Beinspreizer): 300 pro Woche (3 x 2 x 50)
Joggen: min. 15 km pro Woche
Steigere Dich im Laufe des Monats (auf Fäusten, länger halten, mehr am Stück, etc.).
Nachdem ich mir schon den letzten Halbmarathon echt erkämpfen musste, stand heute die große Heiderunde auf dem Plan. Bis zum Berg lief es ganz gut, aber dann war der Wurm drin. Naja, nach gut 10 km habe ich erst einmal unterbrochen und eine Pause gemacht. Dann hat meine Uhr kein GPS-Signal mehr gefunden.
Zusammen mit den gut 2 nicht getrackten km hab ich mein Wochenziel (im Mai jede Woche min. 15 km) damit fast geschafft 🙂
Dieses Wochenende war ich bei meinem ersten DJKB-Instructor-Lehrgang. Dieser fand parallel zur deutschen Meisterschaft in Bochum statt. So konnte ich in den Trainingspausen immer wieder bei den Kämpfen zuschauen.
Am Samstag war ich vom Lehrgang mit Sesei Ochi ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Es war ein gutes Training, ohne Frage. Kihon, etwas Freikampf und mit Ausnahme der Jiin wurden alle Katas mindestens einmal gelaufen – einige sogar ura. Aber von einem „Instructor“-Lehrgang hatte ich mir mehr Trainer-bezogene Themen wie Methodik und Didaktik erwartet – ähnlich wie damals beim Kindertrainer-Lehrgang.
Was ich mir vom ersten Tag mitgenommen habe, ist die Erkenntniss, dass ich wieder Defizite beim Ablauf einiger Katas (Gankaku, Jitte, Tekki Sandan, Unsu, Gojoshiho Dai) habe 😉 . Meine Kata-Trainings-Matrix habe ich entsprechend angepasst.
Am zweiten Tag wurde das Training vom Nationaltrainer Thomas Schulze geleitet, während Sensei Ochi Prüfungen zum 3. Dan durchgeführt hat. Hier wurde nun doch etwas mehr Methodik vermittelt, indem verschiedenen Übungen zum Thema Hikite, ansatzloses Starten, Hüfteinsatz und Körperverschiebung, zum Teil mit dem Partner ausprobiert wurden.
Wegen meiner Japanreise und einer kleinen Erkältung fand mein vierter Challgenge-Marathon erst am 1. Mai statt. Die lange Laufpause von fast 4 Wochen hab ich dabei sehr deutlich gespürt. Eine Steigerung zum letzten Mal war leider so gar nicht drin.
Nett war aber, dass wir dieses Mal zu viert unterwegs waren. Neben dem inzwischen schon obligatorischen Alex 😉 waren auch Oli und Thomas mit von der Partie.
Ich bin wieder zu Hause. Den Überblick über meinen Reisebericht gibt es auf der Seite „Japanreise April 2019„, bzw. zum hintereinander weg lesen unter dem Tag Japan2019.
Die letzten zwei Wochen sind wie im Fluge vergangen. Kaum waren wir in Tokyo angekommen, ging es auch schon weiter nach Kyoto, Tohoku, Chiba und Okinawa. Und nun sitze ich schon wieder im Flugzeug nach Frankfurt.
Jeder einzelne Tag dieser Reise war vollgepackt mit tollen Erlebnissen. Unzählige Tempel und Schreine finden sich in den über 3000 bereits einmal aussortierten Photos. Wir haben bei hochkarätigen Trainern wie Ogane Sensei, Naka Sensei, Nakasuka Sensei, Kato Sensei, Shina Sensei und Morinobu Sensei trainiert. Jeden Abend gab es köstliches japanisches Essen. Durch die langjährige Japanerfahrung von Schlatt haben wir unglaublich viel von der japanischen Kultur erlebt und nicht nur die Touristenorte gesehen. Sogar in einem echten buddhistischen Tempel haben wir gewohnt. Die Unmenge an konzentrierten Eindrücken werde ich in den nächsten Wochen erst einmal verarbeiten müssen.
Auch wenn es das ein oder andere Mal etwas stressig zuging kann ich nicht anders, als zu dem Schluss kommen, dass sich diese Reise absolut gelohnt hat und für mich sicher nicht die letzte ihrer Art gewesen sein wird. Nicht zuletzt hat der angenehme Umgang innerhalb unserer Reisegruppe dazu beigetragen.
Jetzt ist erst einmal Ostern. In den nächsten Tagen wird also etwas Ruhe einkehren. Mit etwas Abstand werde ich dann in den nächsten Wochen alles Revue passieren lassen, Photos sortieren und mit Sicherheit auch den ein oder anderen neuen Impuls im Training meiner TAMESHIWARIs einbauen.
Der letzte Tag meiner Japanreise war etwas ruhiger als die vorherigen. Offiziell ging es erst um 11:00 Uhr los. Peggy, Axel, Walther und ich haben uns daher zum ausführlichen und ganz gemütlichen Frühstück getroffen und sind noch einmal „Bummeln“ gegangen. Dabei haben wir ausgiebig eine gefühlt endlos lange Einkaufspassage abgeklappert. Je weiter wir uns ihrem Ende genähert haben, umso weniger Kram gab es und umso authentischer wirkten die angebotenen Waren. Interessanterweise traf das auch auf die Preise zu 😉 . Es scheint, als hätten wir am letzten Tag noch eine Ecke entdeckt, die nicht in erster Linie für die Touristen gemacht ist.
Pünktlich um 11:00 Uhr sind wir dann allesamt mit Taxis zum Okinawa Karate Kaikan – einen riesigen Gebäude, dass von allerlei Kampfkünsten zum Training genutzt wird – gefahren. Nachdem wir das etwas separierte Shihan-Dojo in seiner wunderbar idyllische Umgebung bestaunt hatten, ging es mit dem letzten gemeinsamen Training im Kaikan los. Dabei sind wir abwechselnd jeweils eine Heian- und ihr Gegenstück aus den Sentai-, und am Ende noch einige höhere Katas gelaufen.
Ich konnte dabei die Gelegenheit nutzen und in dieser tollen Umgebung meine nächste Prüfungskata (Chinte) Axels korrigierendem Blick unterwerfen. Die Verbesserungen habe ich wie üblich in der „Axel-Korrekturliste“ festgehalten. Bis zur Prüfung wird das denke ich alles passen.
Das Training war ein großartiger Abschluss des Karateteils der Reise. Da werde ich noch lange von zehren.
Nach dem Duschen und einem kurzen Besuch im angeschlossenen Karatemuseum, ging es an den Strand. Das Wetter war dafür geradezu perfekt. Während wir uns im warmen Pazifikwasser „abgekühlt“ haben, konnten die Gis in aller Ruhe in der Sonne trocknen. Der Strand war übersät von angespülten Korallenstücken. Ich habe einen ganzen Beutel mit den schönsten Stücken eingesammelt. Später musste ich lesen, dass die Einfuhr in die EU untersagt ist. Also bleiben sie leider auf der Insel.
Anfangs hatte ich gehofft, dass wir mehr Zeit für den Strand haben. Aber nach den sehr konzentrierten Erlebnisstagen der letzten zwei Wochen muss ich sagen, dass ich mich hier wohl sehr schnell gelangweilt hätte. Die knapp zwei Stunden waren mehr als genug.
Nachdem Rucksack, Koffer und Seesack gepackt waren, ging es ein letztes Mal in die Gaststätte zum gemeinsamen Abendessen. Abgesehen von der Tatsache, dass der Pflaumenwein mit jedem bestellten Glas dünner wurde – waren die Speisen auch am letzten Abend einfach großartig. Ich denke das leckere Essen werde ich in den kommenden Tagen am meisten vermissen (ich muss unbedingt eine Quelle für diese leckeren Sojaschoten auftun ?️).
Nach dem gestrigen etwas ernüchternden Start auf der Insel ging es heute mit voller Wucht in die vorletzte Runde. Und die hat für alles entschädigt.
Nach dem Frühstück im Hotel bin ich mit Peggy und Axel erst einmal durch sämtliche Kitschläden gepilgert und habe noch die letzten kleinen Mitbringsel besorgt. Dabei sind wir in einer Passage plötzlich auf eine halboffene Tür gestoßen, die zu einem Fischmarkt führte. Auch wenn die oilfaktorischen Eindrücke sich hier nur schwer wiedergeben lassen, so vermitteln doch die Bilder einen ganz guten Eindruck – HAMMER!
Die erste offizielle Etappe des heutigen Tages war der Besuch des Schlosses in Shuri – einer beeindruckenden Burganlage. Auch hier sollen die Bilder für sich sprechen.
Nach einem kleinen Mittagssnack ging es weiter zur Funakoshi-Gedenktafel.
Doch jetzt kam das Highlight des Tages – Training im Budokan bei Morinobu Maeshiro einem über siebzigjährigen Träger des 10. Dans im traditionellen Okinawa-Karate. Die Ruhe, Gelassenheit und Lockerheit, die dieser Mensch ausgestrahlt hat werde ich wohl sehr lange in bewundernder Erinnerung behalten.
Das Bild habe ich frecherweise vom guten Fiore geklaut 😉
Trainingsnotizen
Sabaki nur mit der Hüfte (Drehung, nicht rausgehen)
Angriff Zuki -> Nagashi-Uke + Übernehmen und Greifen (nicht ziehen) + anderer Arm Hebel am Ellenbogen (nur mit der Hüfte Hebeln)
Tekki Shodan:
Shotokan: Haishu Uke, Okinawa: Haito Uke
Nami-Gaeshi: Block gegen Kin-Geri oder Fege wenn man „im“ Gegner steht
Und auch dieser Tag endete mit einem leckeren Essen. (… und stundenlangem Bilderhochladen, da das WLAN hier nicht viel taugt 😉 )
Morgen ist der letzte richtige Reisetag in Japan. :'(
Unser kurzer Aufenthalt in Chiba ist zu Ende und so ging es heute direkt nach dem Aufstehen ans packen – und das gleich doppelt. Natürlich wurde wieder alles in den Koffern verstaut, vor allem aber mussten die Koffer irgendwie so in den Bus gepackt werden, dass auch noch 22 Menschen hinein passten 😉 . Gut, dass ich früher Tetris gespielt habe 😉 .
Am Flughafen in Tokyo gab es dann erst einmal Kaffee und ein kleines Frühstück. Wenige Stunden später waren wir in Naha (Naha-Te) auf Okinawa.
Hier ging es erst einmal ins Hotel. Und bereits auf dem Weg dahin wurde klar, dass es ganz anders – viel touristischer – ist, als ich es erwartet hatte – ein Souvenirladen am anderen und dabei auf den ersten Blick wenig Authentisches.
Getoppt wurde die Ernüchterung noch durch den Besuch im Shureidoladen. Ich hab keine Ahnung, was die Leute alle an den Gis finden – inzwischen vermute ich dass das nur so ein Markendingens ist – ala „ich hab einen Gi von Okinawa“. Ich habe einige anprobiert – und mal abgesehen davon, dass fast alle aus Kunstfaser (Polyester) bestehen, hat mich der Schnitt so überhaupt nicht überzeugt. Ich werde definitiv bei Saiko Sports bleiben.
Neben den Gis gab es etliches an Sportkaratezubehörkram wie gigantische Faustschützer, billig wirkende Kunstlederpratzen, einiges an Merchandise und wieder jede Menge Tourikram – enttäuschend!
Das einzige, was meine Stimmung hier zunächst etwas und später ganz deutlich verbessert hat, waren die Makiwaras – und vor allem die verwendete Reisstrohkordel. Die gab es nämlich für vergleichsweise kleines Geld auch separat. Und natürlich hab ich sie jetzt hier 🙂 .
Mit besserer Stimmung ging es nun zu einem weiteren superleckeren Abendessen.
Das Highlight aber war der Besuch der Dojobar. Davon hatte ich im Vorfeld von mehreren Leuten gehört und jeweils eine klare Empfehlung bekommen. Die Kneipe wird von einem Engländer betrieben, der selbst Karate trainiert. Alle Wände sind vollgeschrieben mit Namen von Besuchern und Dojos. Und natürlich wurde auch das Bannewitzer Dojo TAMESHIWARI so groß unübersehbar wie nur irgend möglich verewigt.
Und natürlich hab ich den Schlangenschnaps (Habu-Sake) probiert 🙂 . Damit fand ein etwas anstrengender Tag ein wirklich tolles Ende.
Nach einem guten Frühstück und sehr herzlicher Verabschiedung von Anki und seiner Familie, wurde der Bus beladen und es ging los in Richtung Tokyo – das letzte Stück mit dem Hayabusa.
In Tokyo warteten bereits Sensei Shina und seine Tochter auf uns. Mit seinem privaten Bus hatten wir eine lustige Fahrt 😉 bis zu seinem Haus mit dem beeindruckenden angeschlossenem Dojo in Chiba. Mit so viel Gepäck hatten sie wohl nicht gerechnet.
Eine gute halbe Stunde nach unserer Ankunft in Chiba ging es direkt mit dem Training los. In ca. 2,5 Stunden ging es von den Basics wie Ground Power, Hüfteinsatz und schnelles Vorgehen, über Kata und ihre Bedeutung bis hin zum lockeren Freikampf.
Durch die Art seiner Intonation war das Training sehr motivierend und fordernd. Dabei hat Shina Sensei immer wieder kurze Erklärpausen eingelegt und uns so Zeit zum Ausschwitzen geben 😉 .
Trainingsnotizen
Heian Shodan (Kihon basics, Wendungen)
Heian Nidan -> Bassai Dai (Gyaku Hanmi)
Heian Sandan -> Kanku Dai (Hüftvibration)
Heian Yondan -> Jion (Kokutsu-Dachi, Kakiwake-Uke sehr langsam)
Heian Godan -> Enpi (Sprung)
Power aus den Beinen
Fersen immer am Boden (japanische Kultur – Fußsohlen niemals jemandem zeigen, der gesellschaftlich über einem steht oder dem man etwas schuldet)
Drehen auf der Ferse (in Kraftrichtung)
schnell vor mit Oi-Zuki: kein Halbkreis (Banane) – Kraftrichtung nur nach vorn
Direkt im Anschluss an das Training waren wir wieder einmal im Badehaus – dem größten und modernsten bisher.
42 Grad im Bad, 90 Grad in der Sauna und 16 Grad im Abkühlbecken – das hat dem Kreislauf mit Sicherheit gut getan. Mein Puls ist jedenfalls mehrfach zwischen 80, 50 und 120 Schlägen pro Minute gewechselt.
Der letzte Programmpunkt des heutigen Tages hieß Abendessen im Dojo. Die Familie von Shina hatte ein wunderbares Essen für uns vorbereitet. Sehr würdig vor dem Dojo-Schrein haben sich etliche von uns an der sehr leckeren, aber auch unglaublich heißen Suppe die Zunge verbrannt 😀 .
Nach dem Essen wurde ich als Whiskytrinker sogar noch in das private Haus von Shina Sensei eingeladen.
Auch der neunte Tag meiner Japanreise hat so ein sehr schönes Ende gefunden.
Morgen geht es auf die letzte Etappe nach Okinawa.
Die erste Nacht im Tempel war … COOL. Ich bin sogar mit nur einem Futon ausgekommen 😉 und habe so richtig gut geschlafen. Und das obwohl es hier natürlich so gut wie keine Privatsphäre gibt.
Nach dem Aufstehen wurden wir von Anki und seiner Frau mit einem kontinentalen Frühstück überrascht. Bei super Wetter und traumhaften Blick haben wir Rüherei, Toast und Marmelade verputzt. Sogar hier hat sich der Erfindungsgeist, aber auch das fehlende Bewusstsein für unnötigen Müll gezeigt. Marmelade gibt, einzeln abgepackt, in Kombination mit Butter. 😀
Nach dem Essen ging es mit dem Bus nach Mitsushima. Hier haben wir im Schnelldurchlauf den Tempel besichtigt und dann eine tolle Fahrt mit dem Schiff unternommen und konnten tolle Bilder der vielen kleinen Inseln gemacht
Eine Riesenüberraschung war, dass ich das an quasi jeder Ecke auf das Mon von Date Masamune gestoßen bin. Zu dem Samurai habe ich eine ganz besondere Beziehung, hieß doch mein erstes Dojo, in dem ich vor vielen Jahren mit dem Training des Karate begonnen habe „Date Löbau„. Später habe ich das Wappen auch auf einer großen Kiste im Tempel von Anki entdeckt.
Wie man auf den folgenden Bildern sehen kann, haben die Japaner Humor. Für die, die des Japanischen nicht mächtig sind (nicht, dass ich es wäre 😉 ) – „kazides“ = „Das ist Feuer“, „ashides“ = „Das sind Füße“, „aides“ = „Das ist Liebe
Nach Ramen zum Mittag, Reiskeksen und Kaffee zum Vesper, war wieder Baden angesagt. In einem deutlich größeren Badehaus haben wir eine gute Stunde unsere Körper gereinigt 😉 und das warme Wasser und das Ambiente genossen
Dann war Party!
Anki Sensei hat tatsächlich die High Society der Region eingeladen. Der Bürgermeister war ebenso anwesend, wie der JKA-Kumite-Champ von 2017.
Alles in Allem war das wieder ein unglaublich erlebnisreicher Tag.
Bergfest ?? – Auweia, schon liegt die Hälfte dieser großartigen Reise hinter mir. Aber die zweite kommt noch :D.
Am siebenten Tag hieß es früh aufstehen. Denn heute ging es auf in den Norden von Japan, in den Tempel von Anki Sensei. Doch vorher sollte es zur Abwechslung mal ein ganz gemütliches Frühstück beim Starbucks geben.
Mit dem Shinkansen ging es vorbei am Fuji San mit nach Miyagi Osaki City. Hier angekommen trafen wir auf Anki und einen Teil seiner Familie. Völlig unerwartet ging es dann in eine Turnhalle. Doch statt Karate haben wir mit einer national wohl recht erfolgreichen Mannschaft Volleyball gespielt.
Nachdem meine Mannschaft mit Hilfe der Teamcaptain gewonnen hat 😉 ging es weiter zum Tempel von Anki Sensei. Und – was soll ich sagen – das „Ding“ ist gigantisch. Und hier werden wir die nächsten beiden Nächte verbringen. WOW!
Anki und seine Frau zeigen sich unglaublich großzügig. Nach dem Besuch eines traditionellen japanischen Bades (Onsen), waren wir alle zum All-you-can-eat-Abendessen eingeladen. Und im Anschluss ging die Party im Tempel bis spät in die Nacht weiter, kleine Geschenke wurden ausgetauscht und da das hier ja nun eben ein Tempel ist, habe ich sogar zwei individuelle Kalligraphien von Anki bekommen.
Heute war wieder Tempeltag. Drei tolle Anlagen standen auf dem Plan. Los ging es gleich früh mit dem Higashi Hongan-ji. Der Tempel ist nur wenige Laufminuten vom Hotel entfernt. Laut einer Schautafel ist er 4x abgebrannt und wurde jedes Mal wieder aufgebaut.
Dann war Treffpunkt am Bahnhof und es ging nach Nara
Hier angekommen ging es sogleich los Richtung Tōdai-ji, dem „großen Tempel des Ostens“. Auf dem Weg dahin sind wir aber zunächst auf den Kōfuku-ji gestoßen.
In den vergangenen Tagen ist Walther mir die ganze Zeit mit seinem Kalligraphie-Stempel-Buch auf die Nerven gegangen 😉 . Am meisten genervt hat mich, dass ich mir nicht gleich am ersten Tag auch eines besorgt hatte 🙂 . Das habe ich heute umgehend nachgeholt und mir meine erste Kalligraphie hier in diesem buddhistischen Tempel geholt.
Dann aber war, begleitet von einer Herde junger Hirsche, die sich gerne streicheln und füttern ließen, die Hauptattraktion des Tages an der Reihe – der Tōdai-ji – das größte, ausschließlich aus Holz gebaute Gebäude der Welt.
Und nun sitze ich in meinem Zimmer und werde versuchen, diese Nacht ein paar Stunden mehr Schlaf abzubekommen, denn morgen verlassen wir Kyoto und es geht auf zur nächsten Etappe – zu Anki-Sensei nach Tohoku.
Die erste Nacht im Futon“bett“ – also quasi auf dem Fußboden war … interessant. Ich hab mir ja wirklich Mühe gegeben, aber nach einer Stunde Wälzen habe ich aufgegeben und die restlichen drei Futons, die ich noch im Schrank gefunden habe übereinandergelegt. Im Anschluss hatte ich eine sehr erholsame Nacht 😉 .
Apropos Nacht. Hier ist es bereits wieder halb eins – daher fasse ich mich auch heute wieder kurz und lasse mehr die Photos sprechen.
Wie üblich ging es mit Frühstück-To-Go los. Das erste Ziel hieß Kinkaku-ji (Goldener Pavilion Tempel).
Dann ging es direkt weiter zum Kiyomizu Tempel – einer riesigen buddhistischen Tempelanlage.
Im Getümmel habe ich hier leider den Anschluss zur Gruppe verloren. Aber da alle Treffpunkte jeweils gut abgesprochen sind und unser Reiseleiter Schlatt immer genauestens erklärt, wie wir zurückkommen, falls wir uns verlieren, war das kein Problem. Da ich nun nicht mehr auf die anderen warten musste, hatte ich etwas Zeit und habe seit langer Zeit mal wieder einen Geocache gefunden – und was soll ich sagen, er lag am Gründerhaus von Nintendo 😀
Nun ging es zum Training. Und das war heute besonders gut. Wir waren im Dojo der Ottani-Universität und haben 2,5 Stunden (mit mehreren kurzen Trinkpausen) bei den beiden Senseis Nakatsuka und Kato trainiert.
Für die Kinder gab es am Ende wieder Schokolade von uns und dieses Mal haben sogar wir ein paar Süßigkeiten bekommen 😀
Der Tag endete ähnlich wie der gestrige bei leckerem Essen und dem gemeinschaftlichen Bad