Der erste Tag ist Geschichte. Er war lang und da es schon spät ist gibt es heute nur ein paar Bilder und Trainingsnotizen.
Oss und bis morgen.
Alle Posts zum Kata Spezial 2026 in Bad König findest Du in chronologischer Reihenfolge unter #KataSpezial2026 oder auf der Themenseite zum Kata Spezial 2026
Trainingsnotizen
Erste Einheit: Tekki bei Thomas Schulze
Übersetzen: 5 Zehen aufsetzen, nicht schräg laufen
Tekki Shodan:
Heishu-Uke im letzten Moment drehen, etwas von oben
Gedan-Barai aus Koshi-Kamae etwas ausholen, Hüfte intensiv einsetzen
Tekki Nidan: Morote-Uke unterstützende offene Hand fast am Handgelenk
Tekki Sandan:
deutlicher Hüfteinsatz bei den ersten beiden Techniken
Uraken statt Ura-Zuki
Zählzeit nach erstem Kiai nur Blickwendung
Kata-Bunkai für erste Sequenz – Angriffe:
vor in ZD mit Chudan-Oi-Zuki (Uchi-Uke)
im Stand Chudan-Gyaku-Zuki (Uchi-Uke & Gedan-Uchi)
im Stand Chudan-Oi-Zuki (Tetsui-Uke)
im Stand Jodan Gyaku-Zuki (Ausholbewegung + Uraken)
im Stand Chudan-Oi-Zuki (Koshi-Kamae mit offener Hand, Gleichgewicht brechen + Öffnen und Arm verdrehen & Zuki)
Zweite Einheit: Chinte bei Jean Piere Fischer
bis zur dritten Technik keine echte Pause
von Morote-Uke in Morote-Gedan-Barai in Tsuro-Dachi eine fließende Bewegung (Te-Ashi-Doji)
Auch der zweite Tag begann wie üblich mit der Kata-Einheit. Dieses Mal war Chinte an der Reihe. Andy Klein hat diese für ihn typisch von der kämpferischen Seite betrachtet und in mehrere Teile zerlegt, die einzeln aus dieser Sicht trainiert wurden. Leider war nicht genug Zeit für Partnerübungen.
Nach dem Frühstück ging es für mich mit der zweiten Einheit bei Julian Chees weiter. Hier wurde eine längere Partnerübung bei vielen Partnerwechseln Stück für Stück aufgebaut. Ich hatte bei meinen Trainingspartnern leider nur wenig Glück. Nur die letzten beiden, „der große Thomas“ 😉 und eine ältere Dame, die ich zunächst unterstätzt hatte, waren gute „Gegner“.
In der dritten und für heute letzten Einheit ging es bei Hirose Hikaru unter anderem darum, den Körper in der korrekten Linie zu halten.
Im Anschluss gab es wieder eine Kaffeerunde – dieses Mal mit Marcus Rues zum Thema neue Prüfungs- und Wettkampfordnung. Bereits beim Dojoleitertag wurde das Thema ja besprochen. Hauptpunkt ist, eher mit Jiyu-Kumite zu beginnen. Ab dem 4. Kyu wird neben Jiyu-Ippon-Kumite auch Freikampf im Prüfungsprogramm stehen. Und auch der Kihonteil soll Kombinationen bekommen, die darauf vorbereiten. Das ist eine sehr gute Entwicklung und passt gut dazu, wie wir es bei uns im Dojo bereits seit einer ganzen Weile praktizieren. Zu meiner großen Freude wird der Pflicht-Keri-Konter beim Kihon- und Jiyu-Ippon-Kumite nun doch nicht aus dem Prüfungsprogramm entfernt.
Nach dem Talk ging es noch kurz zum Essenshoppen und dann wurde in großer Runde gegrillt. Dabei sind drei unserer Schüler, die zum ersten Mal beim Gasshuku dabei sind, ihre traditionelle neu gelernte Kata (in diesem Fall Tekki 1) gelaufen.
Nun gehts ins Bett, denn morgen geht es schon wieder um 7 Uhr (UM SIEBEN UHR) los 😉.
Am zweiten Kata-Spezial-Tag ging es los mit Chinte bei Toribio Osterkamp. Sensei Toribio war sehr gut gelaunt und hat nach einigen schönen Anwendungen wie schon die anderen Senseis zuvor sehr deutlich die Neuerungen bzgl. der JKA-Standardisierung herausgestellt.
Ich bin Chinte zum zweiten Dan gelaufen und es war lange Zeit meine Lieblingskata. Die Änderungen sind überschaubar.
Aber auch auf das Zählen der Kata ist Toribio ausführlich eingegangen. Es soll durchgehend gezählt und nicht wie bisher für jede Richtung wieder von vorn begonnen werden. Das finde ich gewöhnungsbedürftig, war es aus didaktischer Sicht für den Anfänger doch bisher eine gute Orientierung, wenn bei jedem Richrungswechsel wieder bei Ichi begonnen wurde. Und auch an den neuen Beginn jeder Kata werde ich mich erst noch gewöhnen müssen. Aber auch das werden wir hinbekommen. Am Ende der Einheit durfte ich als erster von 4 Trainern die Kata zählen. Ich denke ich hab mich nicht ganz schlecht angestellt und nur am Ende Yamme und Yasume verwechselt.
In der zweiten Einheit hat Julian Chees die Neuerungen in Bassai Sho erleutert. Und auch hier gab es wieder eine schöne Anwendung.
Nein die Karate-Gis sind nicht schmutzig, das ist ein cooler Bildeffekt 😉
Abends wurde gegrillt und das traditionelle Einführungsritual für die Kata-Spezial-Neulinge durchgeführt ;).
Morgen geht es mit Nijushiho bei Thomas Schulze los … das wird sicher wieder sehr beinlastig ;). Und in der zweiten Einheit werde ich zum ersten Mal bei Ogura Yasunori trainieren – Gojushiho Dai
Das letzte Gasshuku für dieses Jahr steht an. Gestern sind wir bereits mit zwei unserer Schüler hier in Baden-Baden angekommen. Nach etwas hin-und-her stehen wir nun unerwartet doch ganz in der Nähe des Zeltplatzes.
Nachdem alle begrüßt und der große Pavilion aufgebaut waren (nun haben wir schon ein Womo und bauen trotzdem jedes mal Zelte mit auf ;)) und die Umgebung observiert. Es ist hier tatsächlich gefühlt alles wie beim letzten Mal. Die beiden Hallen stehen direkt nebeneinander, die Mensa ist 2 Minuten und das Kaufland ca. 10 Minuten zu Fuß entferrnt. Alles in allem eine quasi perfekte Gasshuku-Umgebung.
Heute ging es für mich um 7 … UM SIEBEN!!!!111elf los mit der ersten Kataeinheit – Chinte bei Julian Chees. Für mich war das die erste Einheit in der Gruppe ab 3. Dan. Und meine Hoffnungen haben sich direkt erfüllt – es wurde kein Kataablauf geübt, sondern direkt mit der Anwendung begonnen. 👍
Nach der gemeinsamen Frühstückspause ging es bei Kobayashi-Sensei weiter – ein für mich neuer Trainer. Das Training begann vielversprechend mit ordentlich Power und hab bis zum Ende nicht nachgelassen! TOP!
Die letzte Einheit bei Thomas Schulze ähnelte etwas einer, die ich beim Instruktor-Lehrgang bereits mitgemacht habe. Das ist aber durchaus positiv zu verstehen. Das Thema war Hüfte und Masseeinsatz. Das dieses Training war super.
Allen drei Einheiten gemein war, dass ich ziemliches Glück mit meinen Trainingspartnern hatte. So war dieser erste Trainingstag für mich sehr erfolgreich.
Nach etwas Erholung ging es zum Freundschaftskampf zwischen dem deutschen Kader, dem Stützpunkt Süd-West und den Italienern.
Im Anschluß gab es Abendessen in der große Runde unter dem Partypavilion.
Jetzt geht es ins Bett. Morgen geht es wieder um 7 … UM SIEBEN!!!111elf Uhr los 🫣
Oss und bis morgen.
Alle Posts zum DJKB Gasshuku 2024 in Baden Baden findest Du in chronologischer Reihenfolge unter #DjkbGasshuku2024.
Nach einem guten selbstgekochten Frühstückskaffee und einem leckeren Brötchen von der „Kata-Spezial-Versorgung“ hatte ich heute zum zweiten Mal bei Toribio eine Gankaku-Einheit. Ging es gestern mehr um den Ablauf und einige Feinheiten einzelner Techniken, lag der Fokus heute deutlich auf dem Kata-Bunkai.
Zwischen meinen Trainings – ich hab heute mal einen ganz entspannten Zwei-Einheiten-Tag eingelegt – war ich bei der Unterstufe bei Sensei Naka zuschauen. Einige der Karateka schienen mit Tekki Shodan etwas überfordert zu sein, haben sich aber gut Mühe gegeben.
In meiner zweiten Einheit war die Kata Chinte bei Julian Chees dran. Wie ich schon oft geschrieben habe mag ich Chinte. Und das Training bei Julian macht immer großen Spass.
Nach dem Training gab es in der Innenstadt von Tauberbischoffsheim einen großen Flashmob. Bestimmt 1000 Karateka sind im Do-Gi auf dem Marktplatz Kata gelaufen – zuerst Sochin, dann Bassai Dai, zum Abschluss Heian Nidan und noch ein paar Kihonbahnen – ein typisches Schlatt-Ding ;).
Was wäre ein ein Kata-Spezial ohne Grillen? Das haben wir uns auch gefragt und recht spontan entschieden, es heute zu tun.
Jetzt ist es Mitternacht und Zeit fürs Bett…. Oh wow – man kann Polarlichter sehen!
Gute Nacht und bis morgen.
Alle Posts zum Kata Spezial 2024 in Tauberbischofsheim findest Du in chronologischer Reihenfolge unter #KataSpezial2024.
Tag zwei des diesjährigen DJKB-Gasshukus begann mit Kata Chinte bei Sensei Julian Chees. Chinte war lange Zeit meine Lieblingskata und natürlich mag ich sie noch immer sehr. Ich hatte am heutigen Tag sehr viel Glück mit meinen Trainingspartnern. Und das ging bereits in der ersten Einheit los – entsprechend Spaß hat die Anwendung gemacht.
Nach dem Frühstück ging es in die zweite Runde – Kumitetraining bei Pascal Senn. Der Gi hatte nach dieser Einheit keine trockene Stelle mehr. Distanztraining, Reaktionstraining und eine großartige 7er-Gruppe für das abschließende Happo-Kumite haben diese Einheit zu meinem heutigen Highlight gemacht.
Das Thema der der letzten Einheit bei Andreas Klein waren effektive Techniken. Andreas hat verschiedene Techniken mal aus einem anderen Blickwinkel trainieren lassen – Effektivität. Das war spannend und hat mich in einigen Ansichten bestätigt.
Und dann ging es in die Schnitzelfabrik … und jetzt bin ich fett 😅 … ernsthaft es gab Schnitzel in den Größen S, M, L und XL. Ich hab mich für M entschieden und zwei (Z – W – E – I) Schnitzel a 30×15 cm bekommen. Die im Training verbrannten Kallorien hab ich so definitiv wieder aufgefüllt.
Morgen ist der kurze Gasshukutag mit nur zwei Trainingseinheiten. Nach dem Training findet aber noch eine Kampfrichterschulung statt, die wir natürlich besuchen werden.
Oss und bis morgen.
Alle Posts zum DJKB Gasshuku 2023 in Tamm findest Du in chronologischer Reihenfolge unter #DjkbGasshuku2023.
Der zweite Tag verlief rein planungstechnisch wie der erste. Zusätzlich zu meinen beiden habe ich mit Nicola die erste Einheit bei Kurihara Kazuaki mitgemacht. Und offensichtlich war ich nicht der einzige, den Bassai Sho beim japanischen Instruktor interessiert hat. Die Halle war gerammelt voll! Und wie immer hat man Kurihara-Sensei deutlich angesehen wie unzufrieden er mit der Leistung der „Deutschen“ ist. Aber mit japanischer Freundlichkeit hat er das ganz gut überspielt ;).
Weiter ging es mit Unsu bei Toribio Osterkamp. Ich mag Toribios Training. Heute hatte er ganz offensichtlich sehr gute Laune und hat das Training recht mild gestaltet. Es wurden alle Sequenzen einzeln trainiert und Toribio ist dabei auf die jeweiligen Besonderheiten eingegangen. Da ich mit Unsu bisher noch nicht so richtig warm geworden bin, kam mir das sehr entgegen. Meine Lieblingskata wird das aber trotzdem nicht werden!
In der letzte Trainingseinheit hieß dann „Chinte bei Julian Chees“. Im Gegensatz zu Unsu mag ich Chinte sehr und deshalb war es auch meine Prüfungskata zum zweiten Dan. Julian hat ein paar Akzente gesetzt, die ich künftig beachten werde und am Ende gab es noch ein kurzes feines Kata-Bunkai. Und damit war auch der zweite Trainingstag schon wieder zu Ende.
Für den Abend war eine Informationsveranstaltung des DJKB angekündigt. Gemunkelt wurde viel, am Ende ging es dann aber nur darum, öffentlich zu Verkünden, was eh schon jeder wusste – der Nationaltrainer Thomas Schulze wird zukünftiger Chief-Instructor, sobald Ochi-Sensei nicht mehr kann oder will. Thomas kann nun offiziell Prüfungen bis zum 3. Dan abnehmen und die Nachfolge ist somit (anders als in anderen Verbänden) geregelt. Einen neuen Japaner als „Chef“ wird es nicht geben – aber auch das hatten wir uns bereits gedacht. Und eines wurde ganz unmissverständlich gesagt: Ochi ist noch da! Der Rest war JKA-Politik, die schlimmstenfalls zu ein paar Euro pro Jahr JKA-Mitgliedsbeitrag führen.
Ich denke Thomas Schulze ist für den DJKB eine gute Wahl. Er ist etabliert und wird von den meisten (so auch von mir) geschätzt.
Nach der Inforunde gab es noch einen Ländervergleichskampf zwischen Frankreich und Deutschland, den letzte gewonnen haben. Auch wenn mich die technische Qualität solcher Turniere oft nicht überzeugt, waren dieses Mal ein paar sehr schöne Ippons dabei (nix ewig langes 7-Punkte-Rumgehopse) und es hat wirklich Spaß gemacht, zuzuschauen.
Nach etwas Festzelt-Party geht es jetzt ins Bett. Morgen werde ich nur zwei Einheiten mitmachen. Zum einen merke ich meinen angebrochenen Zeh inzwischen doch wieder sehr und zum anderen muss es bei jedem Gasshuku auch einen Eisbecher geben :).
Gute Nacht und bis Morgen.
Sämtliche Posts zum Kata Spezial 2023 in Wangen im Allgäu findest Du in chronologischer Reihenfolge unter #KataSpezial2023.
Der zweite Tag begann mit meiner Lieblingskata Chinte bei Julian Chees – sehr schön ?
Weiter ging es mit einer Hammereinheit bei Johan La Grange. Der Mensch ist ja mal so richtig nach meinem Geschmack! Reingehen in den Gegner – Sen-No-Sen, harte Haito-Angriffe… usw. – genau mein Ding.
Der krönende Abschluss des Trainingstages war die Kumiteeinheit bei Mai Shina. Nachdem ich von ihrem gestrigen Katatraining etwas enttäuscht war (da waren wohl einfach die Erwartungen zu hoch), hat die heutige Einheit alles wieder rausgerissen!
Mit Bieranstich und einem gemütlichen Abend im Festsaal geht dieser großartige Tag zu Ende.
Am vorletzten Tag ging es noch einmal vordergründig um das Thema Kata. Wie noch nie zuvor sind mir bei diesem Gasshuku die Unterschiede der aktuellen „offiziellen“ JKA-Linie in unglaublich vielen Details der Katas, wie ich sie gelernt habe aufgefallen. „Früher so, jetzt so“ könnte man schon fast zum Mandra dieses Gasshukus erklären. Keine einzige der behandelten Katas ist noch genau so, wie ich sie seit Jahren trainiere. Und ich muss sagen, dass mich das etwas nervt. Nach kurzem intensiven Grübeln und einigen guten Diskussionen habe ich mich entschieden, nix anzupassen (die Kata soll ja nicht verändert werden ?) und die Katas weiter genau so zu üben und zu unterrichten, wie ich sie gelernt habe und wie sie in Deutschland von Ochi-Sensei gelehrt und erwartet werden.
Unabhängig davon war das auch heute wieder ein toller Tag, an die ich wieder sehr viel mitnehmen konnte.
Jetzt geht’s zur Abschlussfete und morgen stehen nochmal zwei Trainingseinheiten auf dem Programm.
Der letzte Tag meiner Japanreise war etwas ruhiger als die vorherigen. Offiziell ging es erst um 11:00 Uhr los. Peggy, Axel, Walther und ich haben uns daher zum ausführlichen und ganz gemütlichen Frühstück getroffen und sind noch einmal „Bummeln“ gegangen. Dabei haben wir ausgiebig eine gefühlt endlos lange Einkaufspassage abgeklappert. Je weiter wir uns ihrem Ende genähert haben, umso weniger Kram gab es und umso authentischer wirkten die angebotenen Waren. Interessanterweise traf das auch auf die Preise zu 😉 . Es scheint, als hätten wir am letzten Tag noch eine Ecke entdeckt, die nicht in erster Linie für die Touristen gemacht ist.
Pünktlich um 11:00 Uhr sind wir dann allesamt mit Taxis zum Okinawa Karate Kaikan – einen riesigen Gebäude, dass von allerlei Kampfkünsten zum Training genutzt wird – gefahren. Nachdem wir das etwas separierte Shihan-Dojo in seiner wunderbar idyllische Umgebung bestaunt hatten, ging es mit dem letzten gemeinsamen Training im Kaikan los. Dabei sind wir abwechselnd jeweils eine Heian- und ihr Gegenstück aus den Sentai-, und am Ende noch einige höhere Katas gelaufen.
Ich konnte dabei die Gelegenheit nutzen und in dieser tollen Umgebung meine nächste Prüfungskata (Chinte) Axels korrigierendem Blick unterwerfen. Die Verbesserungen habe ich wie üblich in der „Axel-Korrekturliste“ festgehalten. Bis zur Prüfung wird das denke ich alles passen.
Das Training war ein großartiger Abschluss des Karateteils der Reise. Da werde ich noch lange von zehren.
Nach dem Duschen und einem kurzen Besuch im angeschlossenen Karatemuseum, ging es an den Strand. Das Wetter war dafür geradezu perfekt. Während wir uns im warmen Pazifikwasser „abgekühlt“ haben, konnten die Gis in aller Ruhe in der Sonne trocknen. Der Strand war übersät von angespülten Korallenstücken. Ich habe einen ganzen Beutel mit den schönsten Stücken eingesammelt. Später musste ich lesen, dass die Einfuhr in die EU untersagt ist. Also bleiben sie leider auf der Insel.
Anfangs hatte ich gehofft, dass wir mehr Zeit für den Strand haben. Aber nach den sehr konzentrierten Erlebnisstagen der letzten zwei Wochen muss ich sagen, dass ich mich hier wohl sehr schnell gelangweilt hätte. Die knapp zwei Stunden waren mehr als genug.
Nachdem Rucksack, Koffer und Seesack gepackt waren, ging es ein letztes Mal in die Gaststätte zum gemeinsamen Abendessen. Abgesehen von der Tatsache, dass der Pflaumenwein mit jedem bestellten Glas dünner wurde – waren die Speisen auch am letzten Abend einfach großartig. Ich denke das leckere Essen werde ich in den kommenden Tagen am meisten vermissen (ich muss unbedingt eine Quelle für diese leckeren Sojaschoten auftun ?️).
Ich muss zugeben, dass ich an den letzten Tagen mit dem Gedanken gekämpft habe, entsprechend der Temperaturen dieses Mal auf meinen Powertag zu verzichten. Am Ende hat die Vernunft gesiegt! 😉
Sechs Einheiten sollten es heute also werden. Mit Erlaubnis von Sensei Julian Chees stand ich also um 7:00 Uhr in der Kataeinheit der 3. Dane und habe Unsu trainiert. Das war super, denn inzwischen hatte ich hier schon wieder einige ablauftechnische Lücken. Weiter ging es mit meiner normalen Kataeinheit, hier stand meine Lieblingskata – Chinte beim Nationalcoach Thomas Schulze auf dem Plan. Weiter ging es mit Kumitetraining bei den Violettgurten mit Sensei Markus Ruess. Bei gefühlten 39° C in der Halle war ich komplett im „Locker-und-gemütlich-Partnerschonungsmodus“, mein Trainingspartner aber im „Ich-mache-den-Schwarzgurt-fertig-selbigen“ 😉 . Das Ergebnis sieht man auf einem der Bilder.
Nach diesem kleinen Ausflug in die Halle 3 ging es mit meiner eigenen Einheit weiter – erneut beim Nationaltrainer Thomas Schulze. Auch hier stand Kumite auf dem Plan. Nach einer kurzen halbstündigen Pause wollte ich nun abermals zu den Violettgurten gehen, um die 5. Trainingseinheit zu absolvieren. Leider hat mir Sensei Osterkamp hier einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich in der fremden Einheit nicht mitspielen lassen 🙁 . Damit hat sich mein Powertag leider auf 5 Trainingseinheiten, also 6,5 Stunden – reduziert. So ein Mist! Das einzig Positive daran war, dass ich so eine, wenn auch unfreiwillige, lange Mittagspause einlegen konnte, was bei Temperaturen von gefühlten 41°C in der Halle auch nicht ganz schlecht war. Der Trainingstag endete mit einem schönen „Abhärtungstraining“ bei Sensei Sugimura.
Trotz der Zwangspause war das (bei gefühlten 43°C) denke ich ein ganz akzeptabler Powertag. Jetzt aber ab an den See 😀 .
Wie geplant bin ich nach der Party anlässlich des Tanaka-Trainings noch die letzten 100 km bis Baden Baden gefahren und war gegen 3:00 Uhr morgens am Zeltplatz.
Nach dem ersten großen HALLO mit den Berlinern am nächsten Morgen wurde das Zelt aufgebaut angemeldet und die Umgebung etwas erkundet. Nachdem wir am Nachmittag eine der Hallen gefunden hatten und diese offen war, haben wir die Situation gleich genutzt um ca. eine Stunde zusammen mit Sensei Axel Kata zu üben. Dabei habe ich wieder diverse Punkte für meine Chinte mitnehmen können (siehe Axel-korrekturliste).
Morgen beginnt das Training um 8:00 Uhr mit der ersten Kataeinheit.
Leider konnte ich heute nicht zum Dantraining. Aber da es inzwischen abends etwas länger hell ist habe ich die Zeit genutzt und bin hinterm Haus Katas gelaufen.
Der zweite Tag begann ganz gemütlich mit Frühstück im Übernachtungsdojo.
Das Training begann dann mit zwei Einheiten bei Sensei Naka bei denen es wieder intensiv um das richtige Einsetzen der verschiedenen Körperteile ging. Und auch in den nach der Mittagspause folgenden zwei Trainingseinheiten bei Sensei Risto ging es wieder um Hüfte, Schwerpunktverlagerung und Timing.
Ich finde es immer wieder spannend, wie diese beiden doch recht unterschiedlichen Trainer im Wesentlichen das gleiche auf völlig andere Art und Weise vermitteln.
Am Ende des Tages ging es auf die Sayonaraparty und morgen stehen noch einmal zwei Trainingseinheiten auf dem Plan.
Bilder vom 10. Berlin Special gibt es auf der separaten Bilderseite.
Am dritten Tag konnte ich eine weitere der verbleibenden Katas lernen, deren Ablauf ich bisher nicht drauf hatte: Gankaku. Die Einheit bei Sensei Naka war sehr intensiv – es wurden unglaublich vielen Details vermittelt. Zusammen mit seiner charismatischen Art war das ein sehr gelungener Start in den Tag.
Nach dem Frühstück ging es weiter mit Chinte beim Nationalcoach Thomas Schulze. Hier war vor allem das Bunkai wieder sehr interessant.
Mein persönliches Highlight aber war die letzte Trainingseinheit bei Ochi-Sensei. Irgendwie stand ich zu Beginn des Trainings plötzlich ganz rechts – das war ganz sicher nicht meine Absicht 🙂 – ich durfte damit nicht nur die Ansagen bei der Begrüßung machen sondern hatte auch die Ehre, für über 300 Schwarzgurte die Erwärmung zu leiten. Das war etwas aufregend, aber ich denke ich habe mich ganz gut geschlagen.
Nach dem Training und dem Abendessen stand die große Abschiedsparty auf dem Programm … kurz vor 5:00 Uhr war ich im Zelt 😉 .
Bilder vom Kata Spezial 2018 gibt es auf der separaten Bilderseite.
Wie immer war der Besuch in Berlin sehr intensiv und lehrreich. Wegen der Gründung des Shutō Kai und anderer organisatorischer Herausforderungen musste das Training bei Axel in den letzten drei Monaten etwas zurückstehen. Ab jetzt werde ich wieder regelmäßig, mindestens einmal im Monat, in Berlin sein.
Am Samstag war Julian Chees zu Gast im SKV Freital und hat mir einen tollen Trainingstag beschert. Da meine ehemalige Schülerin Ivet einen schönen Bericht verfasst hat und ich gerade so überhaupt nicht in der Stimmung bin tolle Karateberichte zu schreiben, Julian und die großartige Veranstaltung es aber verdient haben, verweise ich hier einfach auf Ivets Text.
Bilder gibt es wie immer auf der separaten Bilderseite.
Kurzes Update zur laufenden Challenge
Aktuell läuft die Oktober-Plank-Push-Up-Challenge und die hat es erwartungsgemäß in sich. Die 50 Liegestütze sind neben der dieses Mal eingeplanten Pause eine echte Erholung. Ich bin inzwischen bei 4 Minuten Planken. Das ist die Hölle 🙂 – aber genau so muss es sein, sonst wäre es ja keine Challenge. Allerdings hat sich gezeigt, dass ich zu viele Pausen eingebaut habe. Das werde ich bei der nächsten Aktion berücksichtigen.
Im nächsten Monat wird es definitiv um Klimmzüge gehen. Eines meiner Jahresziele sind 20 Klimmzüge. Da werde ich wohl mehr als nur eine Monats-challenge benötigen.
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